Windows Server 2012 - End Of Support

 

Microsoft Lifecycle Richtlinie...

... nennt sich der Prozess rund um die Lebenszyklen von Microsoft Software-Produkten. Per 10. Oktober 2023 werden wieder einige Produkte bzw. deren Versionen den extended Support verlieren. Die offizielle Dokumentation darüber von Microsoft klingt sehr nüchtern und aufgeregt (Lebenszyklus-Report). Für die meisten Firmen und Betreiber von aktuellen Servern ist dies auch völlig egal. Sollten Sie jedoch noch einen Server mit diesem veralteten Betriebsssystem betreiben, dann sollten Sie weiterlesen.

 

Muss ich nun sofort das Betriebssystem wechseln?

Die "gute Nachricht" vorweg: Die aktuelle Installation wird auch nach dem 10. Oktober 2023 weiter laufen und grundsätzlich funktionieren. ABER - Sie werden keine Updates mehr bekommen, was einerseits heißt, dass noch entdeckte Fehler im System von Microsoft nicht mehr behoben werden und das wesentlich größere Problem ist das Sicherheitsrisiko, das Sie mit dem Betrieb eines veralteten/ungewarteten Betriebssystems eingehen. Je nach Anwendungszweck und wie der Server von außen erreichbar ist, werden Sie gegenüber Hackerangriffen immer verwundbarer. Bei alten Betriebssystemen, die nicht mehr über den extended Support abgedeckt sind, werden entdeckte Sicherheitslücken - auch wenn man eine Lösung wüsste - nicht mehr geschlossen. Wenn so ein Server also über das Internet erreichbar ist (also wenn Webdienste darauf laufen), steigt die Gefahr eines Angriffs massiv an. 

Die Empfehlung lautet also definitiv, einen derartigen Server nicht mehr weiterzubetreiben. Es muss mindestens ein Software-Upgrade auf eine noch unterstützte Serverversion (also z. B. Server 2016 oder Server 2019) durchgeführt würden. Wenn die Hardware auch schon in die Jahre gekommen ist, lohnt sich die Analyse, ob man im Zuge der Betriebssystem-Umstellung eventuell auch gleich die Hardware tauscht.

 

Im Detail werden folgende Versionen von Microsoft Windows Server 2012 betroffen (auch für die Version R2) sein:

  • Datacenter
  • Essentials
  • for Embedded Systems
  • Foundation
  • Standard

 

Welchen Weg soll man wählen?

Wenn Ihr Server erst 2-3 Jahre alt ist, kann man ein Upgrade auf eine aktuelle Version überlegen. Dabei ist zu prüfen, ob die installierten Programmversionen auch mit aktuellen Betriebssystemen kompatibel sind. Ist dies nicht der Fall, kann entweder auch hier ein Upgrade angedacht werden - oder für den Notfall bietet Microsoft auch sogenannte ESU Pakete an (Extended Security Updates). Diese können bis zu 3 Jahren in der Zukunft auch gegen einen entsprechenden Obulus angeboten werden, was aber aus Kostengründen wirklich nur für den Notfall in Erwägung gezogen werden sollte.

Je nach Applikationsumfang kann auch eine Neuinstallation der bestehenden Hardware Sinn machen. Dieser Weg ist zu wählen, wenn eine softwaretechnische "Bereinigung" des Servers erreicht werden soll. Man bekommt damit Rest von fehlgeschlagenen Installationsversuchen, Test-Software und ähnliches weg und schafft sich mit der Neuinstallation ein sauber funktionierendes System. Bei der Neuinstallation kann einerseits auf die aktuellste Software Release von Windows Server (also 2022) zurückgegriffen werden. Es besteht auch die Möglichkeit, über eine Servervirtualisierung nachzudenken, wenn die für den konkreten Anwendungsfall möglich ist.

Der kostenintensivste Weg (aber auch nachhaltigste) ist der Austausch der Hardware und Installation mit einem aktuellen Betriebssystem. Auch hier kann gleich zur aktuellsten Version von Windows Server (2022) gegriffen werden.

 

 

Unsere Produktspezialisten stehen gerne für eine detaillierte Beratung zur Verfügung. Bitte zögern Sie nicht, uns bei Fragen zum M365 zu kontaktieren.

 

Es grüßt herzlichst,

Alexander Beck


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